ALLIP kommt bis spätestens 2018 ( Bild: Matthias Buehner_Fotolia.com )
ALLIP kommt bis spätestens 2018 ( Bild: Matthias Buehner_Fotolia.com )

ISDN geht...

Bis zum Ende des Jahres 2018 wird die Deutsche Telekom alle ISDN-Anschlüsse im privaten und geschäftlichen Umfeld stilllegen. Schon seit Anfang 2014 wurden deswegen keine neuen ISDN Anschlüsse mehr von der Deutschen Telekom vergeben.

Der Grund für die flotte Umstellung ist einfach: Die Telekom spart mit den IP-Anschlüssen Geld, da die Netzinfrastruktur damit deutlich übersichtlicher wird. So wird der Telefonie Anbieter nicht mehrere Netze pflegen müssen, wie Festnetz und Mobilfunk.

In den letzten Monaten hat die Deutsche Telekom deswegen begonnen die ISDN Abschaltung voranzutreiben. Dies geschah zum einen durch eine großangelegte Werbekampagne und auch vereinzelt durch Zwangskündigungen für bestehende ISDN-Anschlüsse.

 

ALL-IP, die Zukunft!

Unter „All-IP“ versteht man die Umstellung der bisherigen Übertragungstechnik  auf IP (Internet-Protokoll) basierende Kommunikation. Alle Leistungen, wie zum Beispiel der Rufaufbau, das Empfangen und Versenden von Faxen, sowie die eigentliche Sprachdatenübertragung erfolgen dann nicht mehr über die klassische Leitungsvermittlung, sondern über das Internet.

Aufgrund der Vereinheitlichung der Übermittlung spricht man hier von „All-IP“.

Die erzwungene Umstellung bietet aber nicht nur dem Anbieter die Möglichkeit die Vorteile der fortschrittlichen Technologie zu nutzen, sondern auch der Endkunde kann verschiedene Vorteile nutzen:
 
- Erweiterter Funktionsumfang des Anschlusses (z.B. mehr Sprachkanäle oder mehr Rufnummern)
- Nutzung von HD-Audio für die Sprachübertragung
- Erweiterung der Bandbreite
- Reduktion der notwendigen Hardwarekomponenten vor Ort

Wie erfolgt die Umstellung?

Die Umstellung vom klassischen ISDN-Anschluss auf einen All-IP Anschluss erfolgt in 3 Phasen:

Phase 1

Bei der ersten Phase wird eine Bestandsaufnahme erstellt, sowie auf Endgeräte geachtet, die auf die Nutzung eines ISDN-Anschlusses ausgelegt sind.
Beispiele hierfür sind:

- Alarmsysteme
- Notrufsysteme
- EC-Karten-Leser
- Zeiterfassungssysteme
- Datenübertragungen über Modems
- zusätzliche Signalsysteme (externe Klingeln)

 

Phase 2

Hier wird entschieden, ob man von dem Sonderkündigungsrecht, dass mit der Abschaltung des ISDN-Anschlusses einhergeht, gebraucht machen soll oder ob man sich für ein Produkt der Deutschen Telekom entscheidet.
Hier spielen natürlich besonders die monatliche Fixkosten, sowie technischen Anforderungen aus Phase 1 eine wichtige Rolle.
 

Phase 3

In der dritten und letzten Phase wird die Migration und Integration der neuen Lösung durchgeführt. Um den betrieblichen Ablauf so wenig wie möglich zu stören sollte ein genauer terminlicher Ablauf mit dem alten, als auch dem neuen Provider stattfinden.

Während jeder Phase können und werden Sie durch uns kompetent unterstützt werden!